Enthüllung der Möwe am 25.09.2009 in Deggendorf
Und weiter heißt es im Tagebuch vom 3. Juli1966: „Der große Vogel – die Möwe – ist so gut wie fertig.“ Und am 12.1. 1967 schreibt Heinz Theuerjahr: „Wettbewerbseinladung für die Gestaltung des Grundsteins der Universität Regensburg.- Ich werde den Auffliegenden Vogel hingeben. Theuerjahr kam nicht zum Zuge. Am 5. 7.1975 schrieb er ins Tagebuch: „Gestern rief ich bei Bürgermeister Karl Bayer in Grafenau an. Ich hatte die Absicht, der Stadt im nächsten Jahr zu ihrem 600sten Geburtstag eine Plastik zu schenken. Die Gußkosten, Transport und Aufstellung müsste die Stadt tragen. Ob Interesse bestünde.“ Am 7.8.1975 schrieb er: „Grafenau will den Großen Vogel in Chromnickelstahl zur 600 Jahrfeier haben.“ Und am 3.11.1977: „ Die Aufstellung der Großen Möwe in Chromnickelstahl hätte seinerzeit rund 100.000 DM gekostet. So fiel das Projekt ins Wasser.“
So flog sie nach Passau zu Fridolin Häring und ist jetzt endgültig in Deggendorf gelandet. Soweit zur Geschichte der Großen Möwe. Der Schriftsteller Reiner Kunze, der Heinz Theuerjahr sehr verbunden war, schrieb eine Marginalie zu einem Theuerjahrschen Vogel-Bild: „Von der Vieldeutigkeit eines Kunstwerks: Auffliegende Vögel…Flehende Vögel…Fliehende Vögel… Gekreuzigte Vögel.“
Mai 2012
Mai 2012
18. Juli 2010